Klinikum Ottakring

Wettbewerb mit Franz&Sue

2024 - 2.Preis

Das an einem Hang gelegene Areal grenzt im Osten an das gründerzeitlich geprägte Stadtgebiet und bildet einen Übergang zur lockeren Besiedelung Richtung Wienerwald. Einige der historischen Pavillons am Gelände stehen unter Denkmalschutz und bleiben erhalten. Den großen Neubau wird durch eine Höhenstaffelung an die Umgebung angepasst. Das zentrale Klinikum bildet dabei zusammen mit dem Psychiatriegebäude und dem Eltern-Kind-Zentrum ein Ensemble mit einem großzügigen Park in der Mitte.

Einfache Orientierung

Der Zugang zum Hauptgebäude erfolgt über den zentralen Quartiersvorplatz. Eine zusätzliche Infrastruktur für die Nachbarschaft wird mit einem Restaurant, Geschäften und einer Bäckerei im Erdgeschoß geschaffen. Das helle und freundliche Foyer empfängt die BesucherInnen, bietet Orientierung und bildet den Durchgang zur Haupterschließung auf der Gartenseite. Diese „Magistrale“ öffnet sich zum Park hin und ist nicht nur Verteilerachse im Gebäude, sondern auch lichtdurchfluteter Aufenthaltsbereich mit Pausenzonen und einem Café. Großzügige Terrassen und Dachgärten über den Ebenen mit den Ambulanz- und Intensiveinheiten erweitern die Freibereiche und holen das Grün ins Gebäude.

Freier Ausblick - kurze Wege

Die insgesamt 24 Pflegestationen sind über dem Erdgeschoß in zwei dreigeschoßigen Baukörpern untergebracht. Sämtliche Pflegezimmer sind nach Außen orientiert und ermöglichen einen freien Ausblick in die Umgebung. Jeweils vier Pflegestationen gruppieren sich um einen gemeinsamen Knotenstützpunkt. Dieser Aufbau erleichtert die Orientierung und schafft eine gute Erreichbarkeit mit kurzen Wegen. Die zentrale Notaufnahme und die OP-Bereiche liegen abgeschirmt in einem separaten Bauteil im Norden.

Grün vor dem Fenster

Konstruktiv wurde das Gebäude als Stahlbeton-Skelettbau konzipiert, der räumliche Flexibilität und Anpassbarkeit ermöglicht. Die Außenwände bestehen aus massivem Brettsperrholz mit vorgehängter Holzfassade. Pflanztröge und Kletterpflanzen, die auf einer Rankhilfe emporwachsen, sorgen für zusätzliches Grün vor den Fenstern und verwandeln die Fassade im Laufe der Zeit in einen vertikalen Garten.

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