Wettbewerb
2016
Arge: Pfaffenbichler Architektur mit Franz&Sue
Der kompakte Baukörper mit seinem großen Innenhof und schrägen Auskragungen wirkt in der Nähe zum Bestand bedrängend. Die Erweiterung entlang der A. Leeb-Straße schafft jedoch einen markanten Platzraum vor dem Eingang. Dieser liegt mittig, während die Hauptstiege in die nordöstliche Ecke verlegt ist, was eine stringente Gangführung ermöglicht.
Im Erdgeschoss ist die Personalspange im Ostteil gut gelöst, jedoch bleibt die Patientenwegeführung unklar, insbesondere der gemeinsame Gang für Forschung und Brustzentrum. Im ersten Obergeschoss sind die Großgeräte sinnvoll positioniert, die Anordnung der Wege jedoch ähnlich problematisch. Im zweiten Obergeschoss verlängern sich Patientenwege ungünstig, was Abläufe erschwert. Die nuklearmedizinischen Einheiten wirken großzügig, erfüllen jedoch nicht optimal Workflow-Anforderungen.
Das Projekt weist die größte Baumasse unter den eingereichten Entwürfen auf. Die logistisch geforderten Anbindungen an den Bestand im Untergeschoss wurden gut umgesetzt. Trotz der funktionalen Herausforderungen bietet der Entwurf Ansätze, um durch eine verbesserte interne Organisation und räumliche Anpassungen eine stärkere architektonische und funktionale Harmonie zu erreichen.