Wettbewerb als ARGE:
Pfaffenbichler Architektur
Gangoly & Kristiner Architekten
Jabornegg & Pálffy Architekten
2021
Das Konzept verbindet städtebauliche Integration mit nachhaltiger Architektur. Der solitäre Neubau fügt sich harmonisch in die vorhandene Stadtstruktur ein: Das zentrale Portalgebäude in der Halbärthgasse schließt das Ensemble des Universitätsplatzes ab, während der Baukörper an der Harrachgasse Raum für erweiterte Freibereiche schafft. Die Architektur orientiert sich an der Maßstäblichkeit der Nachbarschaft und schafft eine ausgewogene Balance zwischen Offenheit und städtebaulicher Dichte.
Das Gebäude gliedert sich in öffentliche Bereiche (Erdgeschoss und erste Obergeschosse) sowie Forschungsbereiche in den oberen Stockwerken. Innenhöfe und Atrien bringen Tageslicht tief in das Gebäude und verbessern das Mikroklima. Eine klare Schichtung strukturiert die Räume: außen Seminarräume und Labore, innen zentrale Foyers, Hörsäle und Lichthöfe. Die vertikalen Erschließungen wie Treppenhäuser integrieren natürliches Licht, auch bis in die unteren Geschosse.
Die Fassadengestaltung vereint massive Sockelzonen mit transparenten Elementen. Das umlaufende Vordach schützt vor Witterung und ermöglicht manuelle Lüftung. Materialien wie recycelter Beton, Holz und helle Kalksandsteinböden schaffen eine nachhaltige und freundliche Atmosphäre.
Die Tragstruktur kombiniert Flachdecken und flexibel positionierte Stützen, die eine freie Raumnutzung ermöglichen. Hörsäle und Tiefgarage setzen auf leichte Konstruktionen. Schlitzwände sichern die Baugrube und schaffen eine robuste Basis. Insgesamt betont die Architektur Funktionalität und Anpassungsfähigkeit, während sie durch Materialwahl und Gestaltung eine hohe Aufenthaltsqualität bietet.